Party-Mengenrechner: Wie viel Essen und Getränke pro Gast?
Zu wenig Bier ist peinlich, drei Kilo übrig gebliebener Nudelsalat auch. Gib ein, was du feierst, wie viele kommen und wie lange es geht, der Rechner macht daraus eine fertige Einkaufsliste für Essen, Getränke, Eis und Geschirr. Darunter steht jede Faustregel, mit der er rechnet, damit du sie für deine Runde anpassen kannst.
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So rechnet der Mengenrechner
Der Rechner arbeitet mit denselben Faustregeln, mit denen auch Caterer kalkulieren, nur ohne deren Aufschlag für „falls der Chef kommt“. Drei Stellschrauben bestimmen fast alles:
- Esser statt Köpfe. Erwachsene zählen voll, Kinder halb. Zehn Erwachsene und vier Kinder sind also zwölf Portionen, nicht vierzehn.
- Dauer. Beim Essen spielt sie nur bei Buffet und Fingerfood eine Rolle, bei den Getränken dagegen immer: Wer länger bleibt, trinkt mehr, isst aber nach dem Hauptgang kaum noch.
- Der Anlass. Beim Grillabend ist das Essen die Hauptmahlzeit, beim Spieleabend sind es Snacks nebenbei. Das sind zwei völlig verschiedene Einkaufslisten, auch bei gleicher Gästezahl.
Der Puffer von 10 Prozent ist bewusst klein. Er fängt spontane Plus-Eins und hungrige Nachzügler ab, aber keine Doppelplanung. Kohle, Geschirr und Eis rechnet der Rechner ohne Puffer, weil dort ohnehin auf ganze Säcke und Packungen aufgerundet wird.
Faustregeln fürs Essen
Die Mengen gelten pro Erwachsenem. Wenn das Essen die Hauptmahlzeit des Tages ersetzt, sind sie eher knapp; gibt es vorher schon Abendessen, darfst du ein Drittel abziehen.
| Anlass | Hauptposten pro Person | Dazu |
|---|---|---|
| Grillabend | 300 g rohes Grillgut | 250 g Salate, 100 g Grillgemüse, 80 g Brot, 50 ml Saucen |
| Gartenparty mit Buffet | 12 Häppchen, ab der 4. Stunde 2 mehr pro Stunde | 150 g Salat, 60 g Brot, 150 g Obst oder Dessert |
| Brunch | 2 Brötchen oder Croissants | 120 g Aufschnitt und Käse, 1,5 Eier, 150 g Obst, 100 g Joghurt |
| Geburtstag zuhause | 1,5 Stück Kuchen plus 10 Häppchen | 150 g Salat, 60 g Brot, 2 Tassen Kaffee |
| Cocktailabend | 80 g Nüsse und Chips | 6 Stück Fingerfood, 40 ml Dips |
| Spiele- oder Filmabend | 100 g Chips und Knabberzeug | 60 g Süßes, 25 g Popcorn-Mais, 50 ml Dips |
| Mädelsabend | Grazing-Board: 80 g Käse, 50 g Salami | 60 g Cracker, 120 g Obst, 40 g Nüsse und Oliven, 40 g Schokolade |
| WM- oder Fußball-Party | 8 Stück herzhaftes Fingerfood | 1,5 Würstchen, 100 g Chips, 50 ml Dips |
Zwei Dinge unterschätzt fast jeder: Brot (es ist das Erste, was am Grill leer ist) und vegetarisches Grillgut. Wer kein Fleisch isst, bekommt beim Rechner die volle Menge als Halloumi, Gemüsespieße oder Veggie-Würstchen, nicht bloß die Beilagen. Und weil sich Fleischesser gern mal einen Halloumi-Spieß mitnehmen, lohnt sich hier ein Stück mehr als gedacht.
Faustregeln für Getränke
Die wichtigste Zahl des ganzen Abends: zwei Getränke in der ersten Stunde, danach eines pro Stunde. In der ersten Stunde wird angestoßen, gegen den Durst von der Anreise getrunken und das erste Glas stehen gelassen. Danach pendelt es sich ein.
Ein Beispiel: 10 Erwachsene, 4 Stunden, ganz normale Runde. Das sind 5 Getränke pro Person, zusammen 50. Davon rechnet der Rechner die Hälfte alkoholisch, also 25 Drinks. Beim Grillabend werden daraus rund 15 Flaschen Bier, 2 Flaschen Wein und eine Flasche Sekt. Die anderen 25 Getränke sind alkoholfrei, das sind bei 0,3 Litern pro Glas etwa 7,5 Liter Wasser, Schorle und Softdrinks.
- Wein: Eine 0,75-Liter-Flasche ergibt 5 Gläser à 0,15 Liter.
- Sekt und Prosecco: Eine Flasche ergibt 7 Gläser à 0,1 Liter.
- Bier: Ein Getränk ist eine 0,5-Liter-Flasche; ein Kasten hat 20.
- Cocktails: 5 cl Spirituose pro Drink, also rund 14 Drinks aus einer 0,7-Liter-Flasche. Dazu pro Drink etwa 0,12 Liter Filler, eine halbe Limette und 20 ml Zuckersirup. Mehr dazu, wie du das vorbereitest, steht bei den Signature-Cocktails.
An heißen Tagen rechnet der Rechner 30 Prozent mehr. Der Aufschlag landet fast vollständig beim Wasser und bei der Schorle, nicht beim Alkohol. Kinder trinken etwas weniger als Erwachsene und natürlich alkoholfrei. Beim Brunch fällt der Alkoholanteil kleiner aus, dafür kommen Kaffee (2,5 Tassen pro Person, rund 8 g Pulver pro Tasse) und Saft dazu.
Faustregel für Unentschlossene: Kauf lieber einen Kasten Wasser zu viel als eine Flasche Wein. Geschlossenes Wasser trinkst du nächste Woche, eine angebrochene Flasche Wein nicht.
Eis, Kühlung und Geschirr
Eiswürfel sind der Posten, der auf keiner Einkaufsliste steht und um 21 Uhr fehlt. Pro Gast reichen im Normalfall 250 Gramm. An heißen Tagen sind es 500 Gramm, weil dann auch die Wanne mit den Flaschen Eis frisst. Beim Cocktailabend kommen pro Erwachsenem noch 700 Gramm dazu: Jeder Shaker braucht frisches Eis, und das Glas bekommt noch einmal welches. Ein Beutel an der Tankstelle hat meist 2 Kilo.
Beim Geschirr gilt: Gläser verschwinden. Wer sein Glas abstellt, nimmt beim nächsten Mal ein neues, deshalb rechnet der Rechner zwei pro Gast und ein drittes, wenn angestoßen wird. Teller gibt es einen pro Gang: zwei beim Grillen und beim Buffet, drei beim Geburtstag mit Kuchen. Dazu drei Servietten pro Person und pro acht Gäste einen großen Müllbeutel, plus einen extra für Pfandflaschen und Glas.
Wenn du Einweggeschirr vermeiden willst: Die meisten Supermärkte und Getränkehändler verleihen Gläser kostenlos oder gegen Pfand, oft auch Stehtische und Kühlschränke. Früh fragen, am Wochenende ist alles weg.
Die fünf häufigsten Planungsfehler
- Nach Zusagen planen statt nach Erfahrung. Von „Vielleicht“-Antworten kommt etwa die Hälfte, von festen Zusagen fast alle, und einer bringt ungefragt jemanden mit. Plane mit den festen Zusagen plus einem Viertel der Vielleichts.
- Alles auf einmal auf den Tisch. Ein Buffet, das um 19 Uhr komplett steht, sieht um 21 Uhr traurig aus. Halte ein Drittel zurück und füll nach, dann bleibt es bis zum Schluss appetitlich.
- Kühlschrank-Platz vergessen. 20 Flaschen und drei Salatschüsseln passen in keinen Haushaltskühlschrank. Kühlbox, Regentonne oder Badewanne mit Eis einplanen.
- Nur an Alkohol denken. Die alkoholfreie Hälfte ist keine Nebensache: Fahrerinnen, Schwangere und alle, die morgen früh raus müssen, merken sich, ob es mehr gab als Leitungswasser.
- Am Tag selbst einkaufen. Getränke, Kohle, Geschirr und alles Haltbare zwei Tage vorher besorgen, am Tag nur Frisches wie Brot, Salat und Eis. Das spart genau die Stunde, die dir sonst beim Vorbereiten fehlt.
Wenn die Liste steht, geht es an den Rest: Deko, Musik, Spiele. Für jeden Anlass gibt es bei uns eine eigene Seite mit Ideen und Ausstattung, alle Anlässe findest du hier.
Häufige Fragen
Wie viele Getränke rechnet man pro Gast?
Als Faustregel zwei Getränke in der ersten Stunde und danach eines pro Stunde. Bei einer vierstündigen Feier sind das fünf Getränke pro Erwachsenem. An heißen Tagen kommen rund 30 Prozent dazu, und mindestens die Hälfte sollte alkoholfrei sein.
Wie viel Fleisch braucht man beim Grillen pro Person?
Rund 300 Gramm rohes Grillgut pro Erwachsenem, wenn das Grillen die Hauptmahlzeit ist. Kinder rechnet man mit der Hälfte. Dazu kommen etwa 250 Gramm Salate und Beilagen sowie 80 Gramm Brot pro Person. Vegetarierinnen und Vegetarier bekommen dieselbe Menge als Halloumi, Gemüsespieße oder Veggie-Würstchen.
Wie viel Eis braucht man für eine Party?
Für Getränke im Glas reichen rund 250 Gramm Eiswürfel pro Gast, an heißen Tagen 500 Gramm, weil dann auch Kühlbox und Wanne mitkühlen müssen. Bei einem Cocktailabend kommen etwa 700 Gramm pro Erwachsenem dazu, denn jeder Shaker und jedes Glas braucht frisches Eis.
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